===Wertschöpfung ins Land holen um damit Arbeitsplätze zu schaffen===
Damit es Deutschland in Zukunft genauso gut oder sogar besser geht, brauchen wir laut Merkel "Wachstum".
Dies ist so nicht richtig, wenn man allgemein vom Wachstum spricht, dann meint man eigentlich eine höhere "Wertschöpfung".
==Problem==
Deutschland ist eigentlich ein mittelteures Land. Erst mit unseren Sozialkosten, die über Arbeitskosten umgelegt werden, werden unsere Waren global gesehen teuer. Dadurch hat Deutschland in den letzten 60 Jahren viel produzierendes Gewerbe verloren, und sich darauf spezialisiert hochwertige Waren und Dienstleistungen anzubieten. Diese werden im Ausland zu einem recht hohen Preis gehandelt und sichern uns so unseren Wohlstand.
Gleichzeitig haben wir durch die Globalisierung und unseren vergleichsweisen hohen Lohnkosten viel produzierendes Gewerbe ans Ausland verloren. Primär sei hier China und Taiwan zu nennen, die einfach einen ganz anderen Weltmarktpreis machen können da deren Lohnkosten sehr gering sind. Wir haben z.B. die komplette Textilindustrie an China verloren, Schuhe werden in Viatnam produziert und bei Foxcon produzieren mehrere 100.000 Arbeiter Elektronik für uns.
==Überlegung==
Wir haben über 3. Millionen Arbeitslose, die auf direkte Hilfe vom Staat angewiesen sind um leben zu können. Die Wertschöpfung dieser Menschen liegt im Moment komplett brach. Der momentane Ansatz ist es sie mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu beschäftigen und ihnen dabei wenig zu bezahlen, so dass sie immer Aufstocker bleiben werden. Eine Wertschöpfung ist dabei per Definition ausgeschlossen, da festgelegt ist, dass reguläre Arbeiten dabei nicht beeinträchtigt werden darf. ( Die Arbeit darf keine Wertschöpfung erbringen )
Und genau hier liegt der Denkfehler und der Ansatz einer neuen Lösungsmöglichkeit.
Produkte die Betriebswirtschaftlich unwirtschaftlich sind, müssen dies nicht auch zwangsläufig volkswirtschaftlich sein.
Betriebswirtschaftliche Rechnung: Arbeitskosten < Wertschöpfung
Volkswirtschaftliche Rechnung: ( Arbeitskosten - Lebenshaltungskosten ) < Wertschöpfung
Ergebnis: Volkswirtschaftlich wäre es sinnvoller den Menschen anstelle den Hartz4 Satz + Miete zu zahlen eine Arbeit zu bezuschussen.
Dies ist sinnvoller sobald die Wertschöpfung einer Arbeit über der Differenz der Summe der Arbeitskosten und den ansonsten fälligen Sozialleistungen liegt.
==Lösungskonzept==
Die Rechnung für ein Unternehmen sieht wie folgt aus. Nehmen wir mal einen Arbeitnehmer mit 1.500 € Brutto im Monat an.
Netto wären das ~1.070 € im Monat. Die tatsächlichen Kosten liegen für den Arbeitgeber bei ~2.140 €. Der Mitarbeiter muss also 2.140 € im Monat erarbeiten damit er sich für den Arbeitgeber rechnet.
Nun berechnen wir die volkswirtschaftlichen Kosten für den Staat, ebenfalls bei 1.500 € brutto im Monat.
Um die Überlegung zu verdeutlichen hier mal eine Beispielrechnung:
Volkswirtschaftliche Kosten eines Hartz 4 Beziehers: ( Beispielwerte )
- Miete 400 €
- Krankenkasse / Pflegekasse / Unfallkasse 145 €*
- Rentenkasse 50 €** ( Dieser Pauschalbetrag wurde zwar gestrichen, trifft uns aber trotzdem alle da die jährlich
fehlenden 8 Milliarden durch Beitragserhöhungen aufgefangen werden müssen )
- Lebenshaltungskosten 374 €
Ergebnis 969 €
Dazu kommen noch weitere nicht genau zu beziffernde Kosten in Milliardenhöhe z.B. nötige höhere Bundeszuschüsse zur Renten- und Krankenkassenversicherung. Geringeres Wirtschaftswachstum aufgrund der geringeren Kaufkraft usw. .
* Quelle: http://www.sozialleistungen.info/hartz-iv-4-alg-ii-2/private-pflegeversicherung.html
** Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/rentenbeitraege-steigen-durch-hartz-iv-kuerzungen-19099.php
Volkswirtschaftliche Kosten des Arbeitnehmers bei 1.500 € Brutto.
Der Staat hätte ebenfalls Kosten von 2.140 € im Monat für den Arbeitnehmer zu tragen. Er spart sich die Hartz4 Zahlungen und die Sozialabgaben. Denn dieser zahlt der Arbeitnehmer jetzt von seinem Gehalt. Ebenfalls kann der Bundeszuschuss an die Renten- und Krankenkasse geringer ausfallen, denn ein Arbeitnehmers bei 1.500 € Brutto zahlt einen höheren Betrag in die Sozialversicherung ein als der Staat für einen Arbeitslosen. ( Die Differenz müsste der Staat früher oder später eh in Form höherer Zuschüsse ausgleichen. )
Ergebnis:
Grob überschlagen rechnet es sich für den Staat deutlich früher einen Hartz4er einzustellen um Waren und Dienstleistungen herzustellen als es sich für einen Unternehmer rechnen würde. Auf das Beispiel von oben bezogen würde es sich für den Staat bereits rechnen jemanden für 1.500 € Brutto einzustellen, sobald seine Arbeit eine Wertschöpfung von mindestens 1.171 € generiert. ( 2.140 € - 969 € )
In der Praxis wird dies schon eher der Fall sein da dazu noch eingesparte Zuschüsse des Staates zur Sozialversicherung und höhere Einnahmen bei der MwSt. kommen. Wenn man mit einer nötigen Mindeswertschöpfung von 50% der Lohnkosten rechnet, dann sollte man damit hinkommen.
==Konkrete Umsetzung==
Man sollte die Deutschland GmbH gründen. In deren Satzung schreibt man rein, dass nur Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn folgende Kriterien erfüllt werden können und der Sinn des Unternehmens eingehalten werden kann.
1) Das Unternehmen muss staatlich sein um Missbrauch und eventuelle ungewollte Auswirkungen auf den freien Markt jederzeit verhindert werden kann
2) Die Arbeitnehmerkosten eines Arbeitsplatzes müssen mit Hilfe der Wertschöpfung und der eingesparten Gelder, der sonst fälligen Sozialleistung vollständig getragen werden können. Andernfalls ist der Arbeitplatz binnen 6 Monaten abzubauen.
3) Regulärer Arbeit darf damit nicht entfallen oder nicht stark beeinträchtigt werden. Jeder in Deutschland ansässige Unternehmer kann sich an eine Beschwerdestelle wenden um dies zu unterbinden.
4) Die zusätzliche Wertschöpfung ist deshalb primär aus dem Ausland wieder zurückzuholen. Dabei sollte primär versucht werden aussereuropäische Wertschöofung zurück nach Deutschland zu holen.
5) Erstellung einer Im- und Exportliste von Waren und Dienstleistung von und nach Deutschlands. Welche Industrien gibt es in Deutschland nicht mehr? Welche Produkte müssen wir einführen? Und welche Produkte können wir wirtschaftlich und konkurrenzfähig selbst produzieren wenn unsere Lohnkosten 50% geringer wären?
6) Das Unternehmen hat ebenfalls die Aufgabe Europa und Deutschland z.B. Ressourcen in Afrika zu sichern um eine größtmögliche Wertschöpfung ins eigene Land zu holen.
Beispiel:
Im Moment stehen die Solarmodulhersteller an der Wand, die Chinesen sind einfach billiger. ( Sie werden ebenfalls von China subventioniert! )
Es ist abzusehen, dass in naher Zukunft keine Solarzellenproduktion mehr in Deutschland stattfinden wird. Hier könnte die Deutschland GmbH die vorhandenden Werke in Deutschland übernehmen und selbst betreiben solange die Werke noch hier stehen.
Das gleiche gilt für die Speicherchipproduktion, TFT Monitore, Handys, Textilien!, Schmuck, Mainboards, Fernseher, Software wie Betriebssysteme und andere Anwendungen bei denen die Wertschöpfung dann im Ausland stattfindet. ( z.B. eine deutsche Alternative zu Windows pushen )
Man könnte im Insolvenzverfahren als einen der letzten Schritte eine Überprüfung einer möglichen Überführung an die Deutschland GmbH staatfinden lassen.
Verbesserungsvorschläge, Anmerkungen und sonstige Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht.
Autor: Suxxess